Geplanter Durchfall bei Stagnation sinnvoll? — German

Geplanter Durchfall bei Stagnation sinnvoll?

Habe das jetzt drei Mal zufällig erlebt. Ich ernähre mich im Defizit, mache meinen Sport und stagniere trotzdem beim Ziel der Gewichtsabnahme. Dann durch Zufall mal was genommen, was Durchfall verursachte und flupps das Körpergewicht ging runter und blieb auch dort. Das erste Mal war es eine Familenfeier, bei der ich meine Ernährungsprinzipien missachtete, dann mein Versuch mit Mct-Öl und dann ein verschriebes Medikament.
Nie ging das Gewicht wieder hoch.
Daraus schlussfolgere ich, dass das Durcheinanderbringen des Stoffwechsels bei Stagnation sinnvoll ist. Wie ich das Wissen konkret in die Praxis umsetze, ist mir noch nicht klar.
Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
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Kommentare

  • kati2892014
    kati2892014 Beiträge: 5 Member
    Ich würde es nicht machen! Hab ähnlich Erfahrungen gemacht . Es reichte bei mir schon , wenn ich einen Tag raffinierten Zucker und (ungesundes ) Fett z.B. ein Stück Torte gegessen habe! Dann hätte ich am nächsten Tag die Bescherung und danach hab ich weiter abgenommen!!
  • irmgiwa
    irmgiwa Beiträge: 323 Member
    Sorry aber ist es wirklich soviel wert abzunehmen das ich Durchfall verursache und bewusst in Kauf nehmen muss.
  • Fraxinus11
    Fraxinus11 Beiträge: 152 Member
    Achso, will noch mal sagen, wie ich darauf kam. Beim Muskelaufbau gibt es auch manchmal Stagnationen. Dort ist es dann eine der Strategien, neue Reize zu setzen und nicht einfach nur so weiter zu machen, um über das Plateau zu kommen . Man kann Muskelaufbau und Abnehmen nicht vergleichen. Dennoch ist es ein Mittel in der Wissenschaft, mit Strategien aus anderen Bereichen, zu neuen Ergebnissen zu kommen. Mir fallen da sofort die Ausbreitungsstrategien aus der Botanik ein, die im ökonomischen Wettbewerb Verwendung finden können.
    Will sagen, dass es mir nicht um die Planung einer Essstörung geht, sondern um einen bewussten Umgang mit dem eigenen Stoffwechsel.
  • ThomasBWE
    ThomasBWE Beiträge: 2,544 Member
    *der Unterschied im Denkansatz
  • deepWORKerin5
    deepWORKerin5 Beiträge: 1,053 Member
    Dem stimme ich voll zu @ThomasBWE 👍
  • chargerpower08
    chargerpower08 Beiträge: 166 Member
    > @Fraxinus11 schrieb:
    > Habe das jetzt drei Mal zufällig erlebt. Ich ernähre mich im Defizit, mache meinen Sport und stagniere trotzdem beim Ziel der Gewichtsabnahme. Dann durch Zufall mal was genommen, was Durchfall verursachte und flupps das Körpergewicht ging runter und blieb auch dort. Das erste Mal war es eine Familenfeier, bei der ich meine Ernährungsprinzipien missachtete, dann mein Versuch mit Mct-Öl und dann ein verschriebes Medikament.
    > Nie ging das Gewicht wieder hoch.
    > Daraus schlussfolgere ich, dass das Durcheinanderbringen des Stoffwechsels bei Stagnation sinnvoll ist. Wie ich das Wissen konkret in die Praxis umsetze, ist mir noch nicht klar.
    > Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Du machst ja extrem viel Fett in deiner Diät. Habe irgendwo gelesen bei dir um die 70-80%? Wie genau ist deine Aufteilung?
  • raist1000
    raist1000 Beiträge: 1,200 Member
    > @Fraxinus11 schrieb:
    > Achso, will noch mal sagen, wie ich darauf kam. Beim Muskelaufbau gibt es auch manchmal Stagnationen. Dort ist es dann eine der Strategien, neue Reize zu setzen und nicht einfach nur so weiter zu machen, um über das Plateau zu kommen . Man kann Muskelaufbau und Abnehmen nicht vergleichen.


    Doch, kann man ... sind beides ganz normale Vorgänge die im Körper ablaufen, sich sogar regelmäßig abwechseln.

    Wobei die Trainingsreize beim Muskelaufbau natürlich eine Ergänzung sind zu der es kein Pendant beim Abnehmen gibt.

    Aber letztendlich kann man beim Abnehmen genauso durch "neue Reize" größere Erfolge verzeichnen. Wobei aber absichtlich herbei geführter Durchfall definitiv nicht zu den sinnvollen Möglichkeiten zählt.

    Beim Thema Abnehmerfolge wurde z.B. fest gestellt, dass periodisches Defizit bessere Abnehmerfolge erzeugt als konstantes Defizit.

    Z.B. Mo bis Fr ein Defizit fahren und Sa + So Erhaltungskalorien oder gar leichten Überschuß aufnehmen, verhindert z.B. die üblochen körperlichen Anpassungen auf Diäten und sorgt auch - bei richtiger Durchführung - wieder ausreichend Energiereserven für Sport zu schaffen.

    Würde lieber mal in die Richtung nachdenken als über rektale Bulimie - schön passende Wortschöpfung @ThomasBWE 👍-, wäre sicherlich effektiver und gesünder. 😉🤗
  • chargerpower08
    chargerpower08 Beiträge: 166 Member
    > @raist1000 schrieb:
    > Z.B. Mo bis Fr ein Defizit fahren und Sa + So Erhaltungskalorien oder gar leichten Überschuß aufnehmen, verhindert z.B. die üblochen körperlichen Anpassungen auf Diäten und sorgt auch - bei richtiger Durchführung - wieder ausreichend Energiereserven für Sport zu schaffen.
    >

    Würde ich auch so machen und mache ich auch über den Sommer 👍Zusätzlich würde ich bei dir mehr Protein und weniger Fett fahren:

    15 KH
    40 Fett
    45 Protein

    Ich habe keine wissenschaftliche Studie hierzu, sind nur meine persönlichen Erfahrungen.
  • Fraxinus11
    Fraxinus11 Beiträge: 152 Member
    Also meine Makroverteilung liegt bei ca 65%Fett, 5% KH, 30 % Protein in der Regel (% von kcal) .
    Bei der ketogenen Diät ist es nicht unüblich, mal für 2 bis 3 Tage ein Ketofasten einzulegen. Das wäre dann so ca. 85%Fett, 5%kh und 10% Protein bei ca 1000 kcal pro Tag. Auf Dauer wäre das natürlich schädlich. So viel Fett auf einmal schaffe ich aktuell nicht. Außerdem denke ich, dass mein Stoffwechsel dadurch zu tief sinken würde.
    Ja, bei anderen Diätformen nimmt man mal zwei Tage die Carbs hoch, um den Stoffwechsel durcheinander zu bringen. Das wäre für die Ketose kontraproduktiv. Man würde zwei Tage aus der Ketose fallen und zwei weitere Tage benötigen, um wieder hinein zu kommen. In der Summe wäre man also nur 3 von 7 Tagen in der ketogene Diät.
    Für mich selbst habe ich gerade beschlossen, ungewöhnliche Lebensmittel zu konsumieren, die mein Körper nicht gewöhnt ist, bei denen ich aber nicht aus der Ketose Falle. Mal gucken, was so auf mich zu kommt.
  • ThomasBWE
    ThomasBWE Beiträge: 2,544 Member
    Ich empfehle Insekten. Zum Beispiel Grillen haben 60%Protein und 30%Fett. 0 KH... Ich glaube ohnehin, dass diese Tierchen eine zunehmende Rolle in der zukünftigen Ernährung einnehmen werden... 👍🏻
  • chargerpower08
    chargerpower08 Beiträge: 166 Member
    @Fraxinus11
    Ich weiss auch nicht 🤔🤔🤔 einen Muskelaufbau wirds so meiner Meinung nach schwierig. Und nur diese Mehrmuskel verbrennen dir auch im Motorleerlauf die Kalorien. Ist wie ein V8 im Standgas oder ein Fiat Uno. Nach zwei Stunden is beim V8 mehr Benzin verbrannt worden ohne das er sich einen Millimeter bewegte. Darum wird es immer einfacher je mehr Muskeln du hast.

    Und ohne Backsteine (Proteine) keine Mauer (Muskel). Dann können die Arbeiter und Pläne noch so toll und motiviert sein.

    Mit soviel Fett und sowenig Protein würde es bei mir nicht gehen.
  • ThomasBWE
    ThomasBWE Beiträge: 2,544 Member
    > @Fraxinus11 schrieb:
    > Ich habe einen Bekannten, der eine Rote Liste der Grillen veröffentlicht hat. Werde ihn mal fragen, ob er das auch so sieht. Wenn man die Viecher nur von weitem einfliegen muss, ist der ökologische Fußabdruck jetzt auch nicht so berauschend. Vielleicht formt sich jetzt das neue Berufsbild eines Grillbauerns mit eigenem Grillenhof? Es wird nicht lange dauern, dann stehen die Leute in der Kritik, wegen ihrer Mastgrillen und ungenügender Ausflugszonen. Ein Fall für die EU, die jetzt eine Mastgrillenverordnung beschließen könnte. Bald steht jeder Grille ein A4-Blatt großer Lebensraum zur Verfügung. Werden männliche Grillen eigentlich auch geschreddert?

    Geil!! 🤣🤣
  • ThomasBWE
    ThomasBWE Beiträge: 2,544 Member
    > @Fraxinus11 schrieb:
    > Werden männliche Grillen eigentlich auch geschreddert?

    Nö. Die bekommen dann einen Gleichstellungsbeauftragten.... 😂
  • missismeta
    missismeta Beiträge: 16 Member
    Sicher ist das eine gute Strategie, ab und zu mal etwas im Ablauf zu verändern. Hier würde z.B. die anabole Diät gut passen, mit einem bis 2 Ladetagen. Hab ich auch gerde versucht und meinen Stoffwechsel gut aus dem Schlaf geholt. Leider mag ich aber das Gefühl mit zu vielen Carbs nicht mehr, und bekomme auch schnell wieder diffuse Entzündungen durch Carbs. Aber bei Ketogen geht narürlich auch den Umsatz mit Fett oder Eiweis zu erhöhen als Ladetag. Ich hab mich jetzt nach 2 Jahren Stagnation im Abnahmebereich, zumindest wieder auf einen höheren Kalorienumsatz gebracht und klebe nicht mehr auf 1500kcal fest, was man durch Kalorienreduktion erreichen kann... zwar eine Abnahme, aber auch eine Anpassung des Stoffwechsels.Also stimmen schon die meisten Ratgeber die sagen, langsam abnehmen, kleines Defizit fahren und ja natürlich auch den Stoffwechsel mal aus seiner Spur bringen... wenn man keinen Hunger hat, nichts essen.. wenn man viel Hunger hat viel essen.....
    Ich für meinen Teil verfolge noch zu viel Strategien ohne wieder auf mich zu hören.. bemerke ich gerade, und das führt mich nicht zur Heilung, oder zum Schlanksein....
    Am Ende ist es das einfach nur auf sich hören... habe ich hunger oder nicht?.. und auf was habe ich hunger? Und dann das was man isst geniessen.... das ist alles.. die beste Strategie.... danke für diesen Beitrag.
  • Fraxinus11
    Fraxinus11 Beiträge: 152 Member
    Yeti,
    Du hast Dich ja super mit dem Thema beschäftigt. Mein Hirn hat genug Kohlenhydrate, weil ich diese aus meinem Nahrungs- oder Körperfett produziere (Gluconeogenese) und dazu noch Ketonkörper liefere.
  • La_Six
    La_Six Beiträge: 286 Member
    Ich stimme Yeti in allem uneingeschränkt zu 😂👍
  • raist1000
    raist1000 Beiträge: 1,200 Member
    > @_Yeti_ schrieb:
    > Mal was zum Nachdenken über ketogene Diäten: https://edubily.de/ketogen/ketogene-diaeten-zur-behandlung-von-diabetes-ein-kommentar/
    >

    Sehr schöner Bericht, im Grunde genau das was viele hier zum Thema ketogene Ernährung schon immer gesagt haben.

    Spannend ist allerdings, wie die ganzen ehemaligen Befürworter der ketogenen Diät nun die Kehrtwende vollzogen haben. Aber so ist es ja mit vielen Hypes.
  • chargerpower08
    chargerpower08 Beiträge: 166 Member
    > @_Yeti_ schrieb:
    > Mal was zum Nachdenken über ketogene Diäten: https://edubily.de/ketogen/ketogene-diaeten-zur-behandlung-von-diabetes-ein-kommentar/
    > (Bitte an Fraxinus: 1. lesen, 2. nachdenken und danach vielleicht 3. antworten oder zurück zu 2.)

    Haha, Endlosschlaufe 😁
  • Fraxinus11
    Fraxinus11 Beiträge: 152 Member
    Die sehr polemischen Ausführungen von 2014 sind nicht Stand der Wissenschaft. Viele Studien zum Thema entstanden in den letzten 4-5 Jahren. Völlig absurd ist die Behauptung der Leberverfettung, für die ja hauptsächlich der Fruktose-Konsum verantwortlich ist. Die Ketose wirkt durch den ständigen Verbrauch freier Fettsäuren einer Verfettung genau entgegen. Jetzt könnte man darüber diskutieren, dass bei der vermehrten Aufspaltung von Triglyzeriden das daraus gewonnene Glycerin zu einer verstärkten Gluconeogenese führen könnte, durch die dann wieder gehäuft Glucose in den Körper kommt, also mehr, als einem lieb ist. In dem Artikel tut man aber so, als würde durch einen Mangel an Glusose Insulinresistens entstehen. Das ist unlogisch. Allein durch Stress gibt es schon ein Auf und ab beim Blutzucker. Dazu muss man keine Kohlenhydrate extra zuführen.
    Es gibt inzwischen auch immer wieder Studien, die die Behauptung widerlegen, dass das HDL Cholesterin in den Keller geht. Das Gegenteil ist der Fall. Die in Ketose höheren Gesamtcholesterinwerte entstammen dem Anstieg von HDL, also genau das, was man will.
    Inzwischen existieren auch mehrere Langzeitstudien zur ketogenen Ernährung. Die größten entstammen meines Wissen an Epilepsiepatienten,.

    Also wer sich ernsthaft für Diskussionen zur ketogenen Ernährung Interessiert, mit dem tausche ich mich gerne aus. Wer das Thema gern schwarz-weiß für seinen eigenen Religionsersatz nutzen möchte und nur polemisiert, lasse mich bitte in Ruhe.
  • raist1000
    raist1000 Beiträge: 1,200 Member
    @Fraxinus11

    > . In dem Artikel tut man aber so, als würde durch einen Mangel an Glusose Insulinresistens entstehen.

    Genau das passiert aber im Grunde.

    ATP kann entweder aus Glucose oder aus Fetten gewonnen werden.

    Damit nicht mehr ATP entsteht als benötigt, hat der Körper die Funktion der negativen Feedbackschleife. Sprich je mehr ATP zur Verfügung steht, desto weniger wird produziert.

    D.h. im Grunde nichts anderes, dass wenn genug ATP aus Fetten vorhanden ist - was ja bekanntlich im Ruhezustand das bevorzugte Substrat zur Energiegewinnung ist - werden keine Kohlehydrate mehr verarbeitet. Bei der ketogenen Ernährung wird Energie für die Skelettmuskulatur sogar ausschlueßlich aus Fetten gewonnen. Ist das über längere Zeit Dauerzustand, kommt es iwann - salopp formuliert - im Körper zum Verlust der Fähigkeit Kohlehydrate zu verarbeiten.

    Genau das gleiche was bei Übergewichtigen mit zu wenig Bewegung zur Diabetes führt. Ist exakt dasselbe ... selbst angefressene Insulinresistenz.