Letzte Kilos mit FLÜ — German

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Letzte Kilos mit FLÜ

KrisiLA2019KrisiLA2019 Member Beiträge: 10 Member Member Beiträge: 10 Member
Juhu...
Ich brauche bisschen Ansporn, in Form von Leuten, die mich beobachten usw.
Zu mir:
Vor der ersten Schwangerschaft hatte ich immer 58-61kg bei 163cm.
Nach der Geburt würde ich 3 Monate später wieder schwanger. Die Schwangerschaft beendete ich mit 94,5 Kilo. Es hat doch so guuuut geschmeckt.
Einiges habe ich seit dem 24.04.18 runter. Bin jetzt bei 67kg. War auch schon vor dem Sommer bei 65.
Habe einiges mit FLÜ abgenommen.
Würde morgen nochmal neu starten. Hätte gerne wieder 60kg.
Also ich brauche Freunde die mir helfen, dran zu bleiben. Mit der neuen Pille eiz Juni habe ich soooo Gelüste. Allein hänge ich.
Danke schonmal. Ich freue mich. :-)
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Kommentare

  • deepWORKerin5deepWORKerin5 Member Beiträge: 826 Member Member Beiträge: 826 Member
    Huhu,

    der Einzige der Dich anspornen und kontrollieren kann, bist Du selbst.

    Ich habe keinen Schimmer, was FLÜ ist, ICH persönlich halte allerdings auch weder etwas von Diäten noch von irgendwelchen anderen Gedöns, welches (angeblich) eine Gewichtsreduktion zur Folge haben soll.

    Meistens ist es doch der Lebensstil, die Einstellung und eine Summe aus Zufuhr und Bewegung - oder eben mangelnder Bewegung.


    Die Gelüste werden vermutlich durch Verbote nicht weniger - MEIN Weg ist ohne Verbote und mit entsprechender Einplanung von Dingen, die ich essen möchte.


    Wie gesagt, andere können Dich nur begleiten, ändern und leben musst Du das.


    Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei, vor allem auch beim dranbleiben und dauerhaft verändern.

    Herzlich Willkommen und herzlichen Glückwunsch zur bereits erfolgten Abnahme.

    VG
  • Perti82Perti82 Member Beiträge: 351 Member Member Beiträge: 351 Member
    es geht um das Buch Fett Logik überwinden.

    Habe das mittlerweile 2 mal als Hörbuch gehört. Das meiste ist eh klar und man weiß es, mich hat es vor 1 Jahr sehr gut motiviert, hab danach 22 Kilo abgenommen.

    Letztendlich habe ich wieder mal versagt und inzwischen sind 5 davon wieder drauf.
    bearbeitet Oktober 2019
  • deepWORKerin5deepWORKerin5 Member Beiträge: 826 Member Member Beiträge: 826 Member
    > @Perti82 schrieb:
    > es geht um das Buch Fett Logik überwinden.
    >
    > Habe das mittlerweile 2 mal als Hörbuch gehört. Das meiste ist eh klar und man weiß es, mich hat es vor 1 Jahr sehr gut motiviert, hab danach 22 Kilo abgenommen.
    >
    > Letztendlich habe ich wieder mal versagt und inzwischen sind 5 davon wieder drauf.



    🙋‍♀️Danke Perti 🙈👍
  • Perti82Perti82 Member Beiträge: 351 Member Member Beiträge: 351 Member
    _Yeti_ schrieb: »
    Warum hat @Perti82 5 kg wieder drauf?

    Ohne jetzt dein Video gesehen zu haben, ich weiß wieso :)
  • KrisiLA2019KrisiLA2019 Member Beiträge: 10 Member Member Beiträge: 10 Member
    Also es ist ja so, dass ich keine Probleme damit habe Gewicht zu halten. Das hatte ich noch nie. Wenn ich nicht schwanger geworden wäre, hätte ich auch noch immer das alte Gewicht von 60 Kilo. Also ich verstehe das Thema Essen, Bewegung usw. Sonst wär ich ja früher auch dick geworden.
    Ich bin ein Fan von radikalen Gewichtsabnahmen bei mir. Zum Beispiel zuletzt 7 Kilo in ca. 8 Wochen. Das halte ich dann auch immer. Nur um Abnehmen zu können muss ich nochmal konsequent zählen und eintragen usw. Das fällt mir aktuell so schwer wie noch nie. Da dachte ich mit ein paar Leuten, die aktuell auch so an den letzten Kilos sind, würde es einfacher fallen. ;-)
  • KrisiLA2019KrisiLA2019 Member Beiträge: 10 Member Member Beiträge: 10 Member
    > @Perti82 schrieb:
    > es geht um das Buch Fett Logik überwinden.
    >
    > Habe das mittlerweile 2 mal als Hörbuch gehört. Das meiste ist eh klar und man weiß es, mich hat es vor 1 Jahr sehr gut motiviert, hab danach 22 Kilo abgenommen.
    >
    > Letztendlich habe ich wieder mal versagt und inzwischen sind 5 davon wieder drauf.

    Trotzdem mega :-)
  • _Yeti__Yeti_ Member Beiträge: 659 Member Member Beiträge: 659 Member
    Perti82 schrieb: »
    Ohne jetzt dein Video gesehen zu haben, ich weiß wieso :)
    Und welche Konsequenz ziehst du daraus? Das Hörbuch noch ein drittes Mal hören und noch konsequenter Kalorien zählen? Dann stolz sein, wenn im Kaloriendefizit die Kilos purzeln und dich wieder als Versagerin fühlen, wenn es danach irgendwann wieder in die andere Richtung geht?

    Ich habe das Buch (FLÜ) auch gelesen, zum Glück als ich mit der Abnahme (bei mir waren es nur 17kg) schon fertig war. Das Positive zuerst: Natürlich schafft es die Autorin, das Thema auf das Wesentliche herunter zu brechen. Im Kaloriendefizit baut der Körper Fettmasse ab, das ist völlig korrekt. Abnehmen ist keine Magie und kein Stoffwechsel-Hokuspokus. Niemand ist von Natur aus übergewichtig und chancenlos, etwas dagegen zu tun.

    Aber so einfach, wie es in dem Buch dargestellt wird, ist es eben doch nicht und darum geht es in dem oben verlinkten Video, sowie in den verlinkten Beiträgen. Es ist weder egal, in welcher Form die Kalorien zugeführt werden und es gibt eine ganze Reihe hoch komplexer Wechselwirkungen in unserem Körper, die wir durch eine Mangelernährung durcheinander bringen können.

    Mit dem Wort "Mangelernährung" meine ich nicht grundsätzlich ein Kaloriendefizit, sondern einen anhaltenden Mangel an essentiellen Nährstoffen: Einen Mangel an Eiweiß, an essentiellen Fettsäuren, an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, sowie einen Mangel an Ballaststoffen.

    Den eigenen Kalorienverbrauch kann man nicht mit Formeln genau ausrechnen oder aus Tabellen ablesen, sondern das ist sehr individuell. Die Formeln und Tabellenwerte können allenfalls Anhaltspunkte liefern.

    Ebenso sind Lebensmittel nicht genormt, vor allem, wenn es sich um natürliche Lebensmittel handelt und nicht um industriell hergestellten Mist.

    Es ist auch kein "Versagen", wenn es einem nicht gelingt, rechtzeitig mit dem Essen aufzuhören, wenn das Hormongleichgewicht aus dem Ruder gelaufen ist oder wenn dem Körper wichtige Nährstoffe fehlen. Und das ist aus meiner Sicht das Schlimme an dem Buch: Dass der Eindruck entsteht, als wären diese Zusammenhänge allesamt "Fettlogiken", die nur davon ablenken, dass man zum Abnehmen "einfach nur" ein Kaloriendefizit einhalten muss.

    Vielleicht magst du das Video oder die verlinkten Artikel ja trotzdem mal anschauen :)
    bearbeitet Oktober 2019
  • ThomasBWEThomasBWE Member Beiträge: 2,022 Member Member Beiträge: 2,022 Member
    Wenn man nur auf das Kaloriendefizit abstellt und dabei unterschlägt, dass der Gewichtsverlust sich halt nicht nur aus abgebauten Körperfett, sondern eben auch (bei zu hohem Defizit und vor allem fehlenden Trainingsanreiz) ungewollt aus abgebauter Muskelmasse zusammensetzt, deren Fehlen wiederum den Grundumsatz nach unten bringt, dann ist das regelrecht verantwortungslos. Denn ein solcher Gewichtsverlust programmiert ja praktisch eine nachfolgende Wiederzunahme vor... 🤔 Die Geschichte vieler Übergewichtiger ist ja nicht grundlos eine von aufeinanderfolgenden Diäten.....
    bearbeitet Oktober 2019
  • KrisiLA2019KrisiLA2019 Member Beiträge: 10 Member Member Beiträge: 10 Member
    > @ThomasBWE schrieb:
    > Wenn man nur auf das Kaloriendefizit abstellt und dabei unterschlägt, dass der Gewichtsverlust sich halt nicht nur aus abgebauten Körperfett, sondern eben auch (bei zu hohem Defizit und vor allem fehlenden Trainingsanreiz) ungewollt aus abgebauter Muskelmasse zusammensetzt, deren Fehlen wiederum den Grundumsatz nach unten bringt, dann ist das regelrecht verantwortungslos. Denn ein solcher Gewichtsverlust programmiert ja praktisch eine nachfolgende Wiederzunahme vor... 🤔 Die Geschichte vieler Übergewichtiger ist ja nicht grundlos eine von aufeinanderfolgenden Diäten.....

    Wen sprichst du denn an damit?
  • _Yeti__Yeti_ Member Beiträge: 659 Member Member Beiträge: 659 Member
    Eine Diät ist halt für viele Leute eine Phase des Verzichts und der Selbstdisziplin. Man isst oftmals nicht viel anders, sondern nur weniger und bekommt damit noch weniger Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe, so dass bestehende Mängel in der Diät noch schlimmer werden. Wer dazu Sport (Krafttraining) als verzichtbar ansieht, wird dabei unnötig viel Muskelmasse verlieren und hat am Ende vor allem seinen Grundumsatz noch weiter reduziert.
    Wenn man dann vermeintlich am Ziel ist und sich freut, dass man die Diät erfolgreich beendet hat, geht es mit den alten Gewohnheiten weiter wie vorher und das Gewicht wieder nach oben.
    Ohne dauerhafte Änderung von Gewohnheiten geht es nicht und das braucht seine Zeit. Erfolgreich ist eine Diät aus meiner Sicht dann, wenn man nicht mehr darüber nachdenken muss, sich richtig zu ernähren. Durch Kalorienzählen erreicht man das aber nicht, weil Essen dann im Kopf immer mit Kontrolle und Einschränkung verbunden bleibt.
    Dabei halte ich es nicht für grundsätzlich falsch, sich auch mit dem Kaloriengehalt seiner Ernährung auseinander zu setzen, aber nicht als Dauerzustand.
  • KrisiLA2019KrisiLA2019 Member Beiträge: 10 Member Member Beiträge: 10 Member
    > @_Yeti_ schrieb:
    > Eine Diät ist halt für viele Leute eine Phase des Verzichts und der Selbstdisziplin. Man isst oftmals nicht viel anders, sondern nur weniger und bekommt damit noch weniger Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe, so dass bestehende Mängel in der Diät noch schlimmer werden. Wer dazu Sport (Krafttraining) als verzichtbar ansieht, wird dabei unnötig viel Muskelmasse verlieren und hat am Ende vor allem seinen Grundumsatz noch weiter reduziert.
    > Wenn man dann vermeintlich am Ziel ist und sich freut, dass man die Diät erfolgreich beendet hat, geht es mit den alten Gewohnheiten weiter wie vorher und das Gewicht wieder nach oben.
    > Ohne dauerhafte Änderung von Gewohnheiten geht es nicht und das braucht seine Zeit. Erfolgreich ist eine Diät aus meiner Sicht dann, wenn man nicht mehr darüber nachdenken muss, sich richtig zu ernähren. Durch Kalorienzählen erreicht man das aber nicht, weil Essen dann im Kopf immer mit Kontrolle und Einschränkung verbunden bleibt.
    > Dabei halte ich es nicht für grundsätzlich falsch, sich auch mit dem Kaloriengehalt seiner Ernährung auseinander zu setzen, aber nicht als Dauerzustand.

    Ich glaube du verstehst mich nicht. Vielen Dank für deine Bemühungen. :smile:
  • _Yeti__Yeti_ Member Beiträge: 659 Member Member Beiträge: 659 Member
    Doch, ich verstehe dich. Du musst dich nicht angesprochen fühlen :smile:
  • KrisiLA2019KrisiLA2019 Member Beiträge: 10 Member Member Beiträge: 10 Member
    > @_Yeti_ schrieb:
    > Doch, ich verstehe dich. Du musst dich nicht angesprochen fühlen :smile:

    Ok danke... ;-)
  • Perti82Perti82 Member Beiträge: 351 Member Member Beiträge: 351 Member
    _Yeti_ schrieb: »
    Perti82 schrieb: »
    Ohne jetzt dein Video gesehen zu haben, ich weiß wieso :)
    Und welche Konsequenz ziehst du daraus? Das Hörbuch noch ein drittes Mal hören und noch konsequenter Kalorien zählen? ....
    ....
    Vielleicht magst du das Video oder die verlinkten Artikel ja trotzdem mal anschauen :)

    Nein, ein drittes Mal sicher nicht. Ich bin jetzt auch kein Fan von allem was darin vorkommt aber im Großen finde ich es durchaus richtig und ich mag es, dass es der "ich bin dick, na und"-Fraktion ein wenig in den Hintern tritt. Nicht umsonst ist es bei so manchen recht unbeliebt.

    Da ich mich - wie viele dicke Leute - schon oft damit beschäftigt habe, weiß ich ja auch an welchen Rädchen ich drehen müsste. Das klappt ja auch, aber immer nur für eine gewisse Zeit. Wo auch immer diese fehlende Konsequenz herkommt, sie ist auf jeden Fall da. Meistens geht es schief, wenn ich in der Arbeit nicht klar komme oder sonst wiedermal mit allem unzufrieden bin.

    So oft ich das auch hier im Forum oder anderswo lese, es sei keine Diät und man müsse ja nur seinen Lebenstil anpassen, für mich bleibt es eine Diät, eine Zeit des Verzichts.
    Sport mache ich im Übrigen seit ca. 15 Jahren im Schnitt 2 mal die Woche. Es liegt nur am Essen. In meinem Fall liegt es an Kakao, Bier, Chips, Burger, ....
    Das weiß ich alles, wieso andere es abstellen können und ich nicht... keine Ahnung, keine Willenskraft?

    Und da du dir schon die Zeit nimmst mir so ausführlich zu antworten werde ich deine Videos/Links doch mal schauen :)
  • ThomasBWEThomasBWE Member Beiträge: 2,022 Member Member Beiträge: 2,022 Member
    > @KrisiLA2019 schrieb:

    > Wen sprichst du denn an damit?

    Diese Art Buch.... Bücher, die zwar prinzipiell recht haben (Kaloriendefizit - - > Gewichtsreduktion), aber ein paar elementare Fakten nicht näher ausführen. Klar kann man als stark Übergewichtiger mit 500kcal klarkommen. Und sicher verliert man dann Gewicht. Aber was passiert dabei noch?! Sollte man das überhaupt so machen?! Diese Frage fällt oft hinten runter. Vielleicht ist es nicht populär... 🤔
  • McmasturMcmastur Member Beiträge: 26 Member Member Beiträge: 26 Member
    Okay ewig was getippt und alles weg -.- Also noch mal:

    Also wie in den Meisten Threads und Foren wird auch hier meiner Meinung nach wieder viel zu viel gefachsimpelt und mit Informationen um sich geworfen.

    Zum Anfang erstmal bin ich auch gegen die meisten Diätformen, vorgegebenen Systemen wie „mach dich krass“, Menschen und Systeme die den Stoffwechsel als einfach betiteln und vor allem wenn jemand der Meinung ist zu wissen wie mein Körper funktioniert ohne mich je gesehen zu haben.

    Also ja die meisten Diätformen sind unzureichend und beziehen nicht alles ein was man bedenken kann und haben ihre jeweilige Kritik auch zurecht verdient. Aber genau deswegen haben sie meiner Meinung nach ihre Daseinsberechtigung.
    Ich meine damit, dass kein Übergewichter Mensch oder stark übergewichtiger Menschen mit dem Ziel abzunehmen,von heute auf morgen seine Gewohnheiten ändern kann. Er kann auch nicht plötzlich ein Experte in Sachen Ernährung sein, und er kann auch nicht plötzlich seinen Stoffwechsel einschätzen. Und genau dafür sind diese auf ein paar grundfunktionen runtergebrochenen stiffwechselbeschreibungen ideal. Sie reduzieren den Stoffwechsel und die Ernährung so, dass sie greifbar und überschaubar wird. Der eine fängt mit einem Kaloriendefizit an, der nächste mit einer ketogenen Diät. Aber eins haben sie gemeinsam, sie fangen an. Jemand mit zu viel Informationen kann schnell die Geduld und die Motivation verlieren

    Nach dem man angefangen hat lernt man langsam den Bezug zum Essen kennen, man lerne viel über die Produkte die man zu sich führt. Man merkt erstmal was man immer in such reingestopft hat. Und aus diesem Wissen lernt man mehr über seine Körper, man merkt wenn es einem auf einmal schlechter geht weil man zu entönig lebt und muss was ändern, oder man merkt das Gegenteil, dass es einem neben der gewichtsreduktion noch gleichzeitig besser geht.

    Das Problem sind also nicht die eigentlichen Programme und Diäten, sondern wie damit umgegangen wird. Unsere Gesellschaft neigt dazu einfach alles zu glauben was man ihnen sagt. Im Fall von Ernährung fehlt die wissbegierigkeit noch mehr zu erfahren und sich weiterzuentwickeln. Und vor allem liegt es daran, dass die Leute sich nicht selbst dabei zuhören und ihr Körper kennenlernen wollen. Wenn man also beim Anfänglichrn wissen aus einer Diät stehen bleibt und sich nicht weiterentwickelt, dann ja kann man an einen Pubkt kommen an dem man an seine Grenzen stößt und nicht weiterkommt.

    Also warum schreibe ich das alles hier? Ich finde es schön das hier immer so viel versucht wird zu helfen. Das ist wirklich hilfreich. Allerdings nicht gefragte Fragen zu beantworten und Systeme zu kritisieren auf denen sich die Erfolge der einzelne Personen stützen und sie somit weniger Wert erscheinen zu lassen ist alles andere als hilfreich und demoralisierend. Jeder Schritt, egal mit welchem System, ist ein Schritt in eine Veränderung und damit erst mal positiv zu werten. Und wie immer so schön gesagt wird, sind wir alle sehr individuell und haben einen anderen Stoffwechsel, gerade in diesem Fall wird doch gesagt, dass der Körper mit Leichtigkeitkeit auf dem selben lvl gehalten werden kann, also warum dann alles kritisieren und vom Jojo-Effekt anfangen? Wenn jemand also explizit danach fragt wie die Erfolge gesteigert, maximiert, gesünder werden oder man weiter kommt kann man schauen woran es liegt.

    Wollte ich nur mal grundsätzlich erwähnen.

    Also um auf die eigentliche Frage zu antworten:

    Richtig cool, dass du es schon so weit geschafft hast, und du kannst mir gerne eine Freundschaftsanfrage schicken damit wir uns gegenseitig etwas motivieren und kontrollieren können.
  • ThomasBWEThomasBWE Member Beiträge: 2,022 Member Member Beiträge: 2,022 Member
    Ich glaube manchmal, es geht um beherrschbare Kontrolle. Gepaart mit dem Wunsch nach einer einfachen für einen selbst messbaren Lösung. Und dem Körper Nahrung vorzuenthalten scheint so eine einfache messbare Lösung zu sein. Zumindest auf den ersten Blick. Und auf die momentane Selbstwahrnehmung bezogen. Es muss einen Grund dafür geben, dass Menschen so schnell bereit sind zu "hungern" aber sich im Gegensatz dazu so schwer tun, zu trainieren. Dabei ist doch Energiezufuhr und Energieverbrauch wie eine Wippe. Aber man beschäftigt sich lieber nur immer mit einem Hebel dieser Konstruktion. Weil es einem einfacher, irgendwie weniger anstrengend vorkommt. Denn zum hungern und weniger essen, braucht er man ja eigentlich keine extra Zeit. Muss weder Couch noch Wohnung verlassen. Man muss sich "nur" etwas zusammen nehmen. Und gäbe es eine Über-Nacht-Fett-weg-Pille, würde man wahrscheinlich die nehmen. Egal was es kostet... Wir Menschen sind schon manchmal seltsam...
  • _Yeti__Yeti_ Member Beiträge: 659 Member Member Beiträge: 659 Member
    Perti82 schrieb: »
    So oft ich das auch hier im Forum oder anderswo lese, es sei keine Diät und man müsse ja nur seinen Lebenstil anpassen, für mich bleibt es eine Diät, eine Zeit des Verzichts.
    Sport mache ich im Übrigen seit ca. 15 Jahren im Schnitt 2 mal die Woche. Es liegt nur am Essen. In meinem Fall liegt es an Kakao, Bier, Chips, Burger, ....
    Das weiß ich alles, wieso andere es abstellen können und ich nicht... keine Ahnung, keine Willenskraft?

    Und da du dir schon die Zeit nimmst mir so ausführlich zu antworten werde ich deine Videos/Links doch mal schauen :)
    Ja, schau dir das mal an. Um es klar zu sagen: Ich glaube nicht, dass es dir an Willenskraft fehlt. Ich glaube aber auch, dass Willenskraft nicht die Lösung ist. Da steckt schon das Wort Kraft drin und du schreibst selbst, dass für dich Abnehmen eine Diät ist und somit eine Zeit des Verzichts.

    Mal anders gefragt: Ist es Verzicht, mehr Gemüse zu essen? Der erste Gedanke ist jetzt sicherlich, dass ich damit meine, mehr Gemüse anstatt etwas anderem zu essen und es damit doch wieder ein Verzicht auf das Andere ist.

    Aber wenn ich jetzt tatsächlich nur meine, mehr Gemüse zu essen? Nicht "nur noch Gemüse" oder "total viel Gemüse", sondern einfach mehr als vorher. Und wenn sich dann (vielleicht) herausstellt, dass das Andere dann von alleine weniger wird? An diesen Punkt kommt man aber nicht, wenn man mehr Gemüse isst, damit man weniger X oder Y isst. Dann bedeutet "mehr Gemüse" immer noch "weniger X und Y" und somit Verzicht. Mehr Gemüse bedeutet aber mehr Vitamine, mehr Ballaststoffe, mehr sekundäre Pflanzenstoffe. Vielleicht ist der Mangel daran die Ursache, warum dich der Burger eher dick macht als andere. Vielleicht sieht dein Burger in einem Jahr auch anders aus als heute. Statt dem Industrie-Burger von der Fastfood Kette gibt es dann vielleicht einen selbst gemachten Burger mit richtig guten Zutaten.

    Oder in meinem Beispiel: Ich fahre seit einigen Jahren innerhalb meines Wohnortes nur noch mit dem Fahrrad. Verzichte ich aufs Autofahren? Es kommt mir nicht so vor, im Gegenteil: Ich habe das Fahrradfahren dazu gewonnen und ich bin den Stress los, mit dem Auto im Berufsverkehr zu stecken. Ich habe täglich Bewegung an der frischen Luft und komme mit klarem Kopf im Büro an.

    Gleichzeitig hat sich meine Fitness verbessert, meine Blutwerte und mein ganzes Wohlbefinden. Was ist daran ein Verzicht? Inzwischen ist es für mich sogar anders herum: Wenn ich doch mal das Auto nutze, kommt es mir so vor, als müsste ich gerade aufs Fahrradfahren verzichten. Das habe ich mir nicht eingeredet, sondern das ist das Ergebnis einer Gewohnheitsveränderung. Normal ist jetzt was Anderes für mich und ich brauche keine Disziplin oder Willenskraft, um mich auch bei Regenwetter auf das Fahrrad zu setzen. Dann ziehe ich halt eine Regenjacke an, auch das ist für mich inzwischen normal und keine Selbstdisziplin oder Ausdruck meiner starken Willenskraft.

    Das ist allerdings auch das Ergebnis eines jahrelangen Prozesses. Ich habe irgendwann damit angefangen, häufiger als sonst mit dem Fahrrad zu fahren und das Auto stehen zu lassen. Vermutlich würde ich mich kaum weniger fit fühlen und meine Blutwerte wären nicht schlechter, wenn ich bei Sturm und Starkregen doch mal ausnahmsweise mit dem Auto fahren würde. Es wäre dann aber die Ausnahme und nicht die Regel.

    bearbeitet Oktober 2019
  • Perti82Perti82 Member Beiträge: 351 Member Member Beiträge: 351 Member
    Da hast du sicherlich auch recht damit.
    Gerade das beispiel mit dem Rad habe ich im Sommer auch versucht umzusetzen. Ich fahre jetzt wieder Auto:)
  • Smartine62Smartine62 Member Beiträge: 322 Member Member Beiträge: 322 Member
    Die Aussagen zum Fahrradfahren kann ich so bei mir bestätigen. Ich ärgere mich eigentlich darüber, warum ich das erst nach 25 Jahren Betriebszugehörigkeit angefangen habe. Habe bis vor ca. 10 Jahren gar kein Sport gemacht. Und es wurde immer mehr und intensiver.
  • _Yeti__Yeti_ Member Beiträge: 659 Member Member Beiträge: 659 Member
    Perti82 schrieb: »
    Da hast du sicherlich auch recht damit.
    Gerade das beispiel mit dem Rad habe ich im Sommer auch versucht umzusetzen. Ich fahre jetzt wieder Auto:)
    Ich könnte dich jetzt fragen, warum du wieder aufgehört hast mit dem Radfahren. Aber das verstehe ich wohl eher, wenn ich dich frage, warum du überhaupt damit angefangen hast.

    Ein Problem mit dem Kalorienzählen (Zufuhr genauso wie Kalorienverbrauch) ist auch, dass man ständig gegeneinander abwägt und aufrechnet: Wenn ich jetzt noch 3750 Schritte gehe, dann darf ich noch ein Duplo essen. "Das Duplo (oder was auch sonst), habe ich mir verdient". Niemand rechnet so, dass er sich einen grünen Salat "verdienen" muss, warum eigentlich nicht? Das Problem liegt darin, dass wir etwas, das uns gar nicht gut tut, als Belohnung ansehen und Dinge, die uns gut tun, etwas sind, für das wir uns noch extra "belohnen" müssen. Das ist auch eine Frage der Sichtweise, wenn man einen Spaziergang an der frischen Luft schon als Belohnung betrachtet und nicht erst den heißen Kakao hinterher.

    Das hat aber nichts mit fehlender Disziplin zu tun, sondern ist fest durch die Evolution in uns verankert. Früher waren die Menschen nämlich den ganzen Tag auf den Beinen, um zu jagen und zu sammeln und es war wichtig, die dafür aufgebrachte Energie schnell wieder zu ersetzen. Heute muss sich nur noch der Pizzabote bewegen, damit wir etwas zu essen haben. Aber den Appetit auf sehr kaloriendichte Lebensmittel haben wir immer noch, auch wenn es dafür bei unserem modernen Lebensstil gar keinen Grund mehr gibt.

    Mir macht Radfahren Spaß und daher funktioniert es bei mir. Wenn Radfahren nicht deine Sache ist, such dir etwas anderes, was dir Spaß macht. Gib aber allem eine Chance, es so lange auszuprobieren, dass es auch überhaupt Spaß machen kann. Achte darauf, ob es dir gut tut und nimm das dann auch bewusst wahr. Das ist etwas ganz anderes, als wenn man sich ganz vernünftig einredet, dass man etwas tun sollte, weil es einem angeblich gut tut oder weil einem der Arzt gesagt hat, dass man es tun soll. Wie viele Kalorien man verbraucht hat, merkt man nicht. Aber dass einem eine Strecke auf dem Fahrrad beim 10. Mal leichter fällt als beim ersten Mal, weil man durch die ersten 9 Versuche fitter geworden ist, das merkt man.

    Mach einfach öfter das, was dir Spaß macht und das dir gleichzeitig gut tut. Dafür brauchst du dann auch keine Disziplin oder Willenskraft. Anstatt dich zu zwingen, gesunde Dinge zu essen, die dir nicht schmecken, iss erst einmal mehr von den gesunden Dingen, die du magst. Und das bitte, ohne gleich zu überlegen, auf was du dafür stattdessen "verzichten" musst.

    Ich bin sicher, dass es diese Dinge gibt, die du magst und die dir gut tun. Fang damit an, das häufiger zu tun (aber nicht nur noch das und nichts anderes mehr). Und es gibt bestimmt auch Dinge, die dir gar nicht so wichtig sind und die dir nicht gut tun. Fang damit an, diese Dinge häufiger bleiben zu lassen.
  • SlowMarkusSlowMarkus Member Beiträge: 644 Member Member Beiträge: 644 Member
    Das Kalorienzählen könnte eigentlich eine Erfindung von McDonalds, Coca-Cola oder Nestle sein. Du darfst weiterhin den Müll essen und trinken, der dich fett und krank gemacht hat, solange die Kalorienbilanz stimmt 🤓
    bearbeitet Oktober 2019
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