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Looser oder Gewinner?

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Kommentare

  • irmgiwa
    irmgiwa Beiträge: 323 Member
    Ich bin vom Körperbau her eher stabil in der Grundanlage. Habe von Mutter die breiten Hüften geerbt. Gehörte nie zu den schlanken, also immer eher stabil.
    Fühlte mich dabei immer mit mir im reinen. Es ging dann immer mal auf und ab, mal rauchen aufgehört und zugenommen. Mal konsequent auf Ernährung geachtet und zugenommen. Dann Bandscheiben OP und ziemlich bewegungsunfähig und essen hat trotzdem geschmeckt. Dann Leben komplett auf den Kopf gestellt und wieder mal mit rauchen aufgehört und Gewicht ging nach oben.
    Der Anlass für den Versuch dann doch mal wegen der Gesundheit etwas zu reduzieren damit im Alter irgendwie alles einfacher wird.
    Mir schmeckt essen, ich liebe süßes, und manchmal kenne ich dann kein Maß und genieße einfach.
  • sari1012
    sari1012 Beiträge: 352 Member
    War bei mir ähnlich wie bei @LuckyLuki70 ich wusste die ganze Zeit über dass ich mich schlecht ernähre, zu wenig bewege und sich das alles negativ auf Körper und Geist auswirkt. Übergewicht kommt allerdings nicht über Nacht oder weil man sich an Weihnachten mal den Wanst vollhaut. Bei mir hat sich das über gut ein Jahrzehnt aufgebaut, es wurde halt immer ein bisschen mehr. Zwischendurch habe ich natürlich auch immer wieder mal diätet, natürlich ohne dauerhaften Erfolg. Ich hatte aber auch viele andere Probleme/ Rückschläge die zu der Zeit wichtiger waren als schlank sein. Vielleicht muss der Leidensdruck erst groß genug sein, bevor man wirklich etwas ändert. Vorher war es für mich einfacher und bequemer Frust einfach in mich rein zu fressen.

    Und natürlich muss man bedenken dass auch Essen eine Sucht sein kann. Wieso hört der Alkoholiker nicht einfach auf zu trinken oder der spielsüchtige auf zu spielen? Obwohl vielleicht schon körperliche Schäden da sind, man verschuldet ist, den Job/ die Familie und noch mehr verloren hat?
  • LuckyLuki70
    LuckyLuki70 Beiträge: 546 Member
    @sari1012 #abnehmschwester 🤙🏻😎
  • ThomasBWE
    ThomasBWE Beiträge: 2,623 Member
    > @irmgiwa schrieb:
    Dann Bandscheiben OP und ziemlich bewegungsunfähig und essen hat trotzdem geschmeckt.

    Ist jetzt bestimmt etwas off topic, aber immer wenn ich "Bandscheiben" lese, bringe ich gerne den Hinweis an, dass ein Großteil der in Deutschland weit verbreiteten Rückenprobleme ihre Ursache wenig beim Gewicht oder gar bei einer beruflichen Rückenüberlastung haben sondern die Folge einer muskulären Dysbalance sind. Bei fehlender Belastung/Training der Bauchmuskeln kommt es nämlich zu einer Beckenfehlstellung (kippt nach vorne ab) weil die von Hause aus durch den aufrechten Gang usw. ständig genutzte Rückenmuskeln sich nämlich verkürzen und die eher selten genutzten Bauchmuskeln eher verlängern/erschaffen. Es fehlt dann praktisch vorne der Gegenzug... Das gekippte Becken führt dann natürlich zu einseitig belasteten Bandscheiben... Viele wundern sich nämlich, wieso bei der Rückenschule so viel für den Bauch getan wird.. 😬😬

    > Der Anlass für den Versuch dann doch mal wegen der Gesundheit etwas zu reduzieren damit im Alter irgendwie alles einfacher wird.

    Hast Du nicht gesagt, dass sich Dein Leben durch die Abnahme nicht verändert hätte?! Aber selbst wenn ist diese Aussicht, dass es mit zunehmendem Alter wenigstens nicht entsprechend schlechter wird ein echtes Achievement... Denkst Du nicht?! 😉

    > Mir schmeckt essen, ich liebe süßes, und manchmal kenne ich dann kein Maß und genieße einfach.

    Dagegen ist ja auch 0 einzuwenden! Du musst mitnichten im Food-Zölibat leben 😂😂. Du musst ein Gefühl dafür entwickeln, was Dein Körper wirklich braucht, was eine hohe Nährstoffdichte und zeitgleich eine möglichst geringe Energiedichte hat. Es darf ja trotzdem schmecken. Und es heißt nicht, dass nicht auch mal Kuchen oder Schokolade sein dürfen. Man muss es einfach mit einrechnen und, wenn man seinem Affen Zucker gibt, an anderer Stelle ausgleichen. Vielleicht Ein Extratraining? Vielleicht eine Mahlzeit mal wegfallen lassen? Oder auch mal einfach so einen Haken dran machen. Solange man 80% bewusst und gesund isst, kann man 20% Ausnahmen für die Seele gut kompensieren. Und: Du kämpfst ja nur gegen Dich selbst. Manchen genügt es, den Marathon einfach durchzustehen. Die Zeit dafür kann, so lange das Ergebnis stimmt, völlig egal sein... Sie ist meist der Maßstab zum Vergleich mit anderen. Und das braucht man eigentlich nicht. Es sei denn, man läuft ein zweites Mal und dann gegen sich selbst... 😉
  • mluebben4
    mluebben4 Beiträge: 90 Member
    Hier🙋🏽‍♀️ auch Bandscheiben Vorfall! Seit paar Jahren gehörten IBU 600 und Ortoton zu meinem Ernährungsplan. Bin seit Mitte Januar am Diäten und mach Zuhause paar Übungen aus dem Buch 'Fit ohne Geräte' (wie mir hier empfohlen wurde) und brauche keine Medis mehr🥳🎉

    Ich steh trotzdem auf KFC und Schokolade und Torte und und und😁 stopfe ich aber nicht mehr täglich oder wöchentlich in mich rein.
    Fühle mich jetzt mit 25 kg weniger viel besser und bin froh hier die nötigen Infos bekommen zu haben.

    !!!Riesengroßes Dankeschön an dieser Stelle 😘😘👍🏽👍🏽 !!!
  • Fenix511
    Fenix511 Beiträge: 270 Member
    sari1012 schrieb: »
    Zwischendurch habe ich natürlich auch immer wieder mal diätet, natürlich ohne dauerhaften Erfolg.
    Ah, daran hab' ich zum Beispiel gar nicht gedacht - dass jemand versuchen kann, abzunehmen, aber mit den diversen Radikaldiäten, die landauf landab als Allheilmittel propagiert werden, nicht wirklich/ dauerhaft weiterkommt und davon dann enttäuscht, frustriert und verzweifelt ("ich tu doch schon alles") zurückbleibt.. Danke für den kleinen Einblick, natürlich auch an @LuckyLuki70 und @irmgiwa. :)

  • hulba
    hulba Beiträge: 15 Member
    Hallo Leute,
    bin ziemlich neu hier und habe ein paar eurer Beiträge gelesen und bin beeindruckt von den Geschichten und der Disziplin die ihr teilweise an den Tag gelegt habt.
    Ich möchte eigentlich seit zwei Jahren abnehmen. und zwar gar nicht viel, eigentlich nur etwa um die 5 Kilos. ich bin momentan total im Normalgewicht und auch relativ sportlich. allerdings eben nicht so, wie ich es sein könnte und auch schon Mal war.
    ich weiß nicht warum, aber jeder Versuch abzunehmen scheitert früher oder später, als hätte ich keine Kontrolle über mich. dabei ernähre ich mich ziemlich gesund und kann mit eiserner Disziplin meine Kalorien unten halten. doch sobald ich mir eine Ausrede geben kann, wie "na wenn du eingeladen wirst" oder "heute hast du sowieso schon ein Stück Schoko gegessen# fällt das alles in sich zusammen und ich komme frühestens am nächsten Tag wieder zurück in meinen disziplinierten Zustand.
    nicht wegen meinem Gewicht, was an sich noch in Ordnung ist, sondern vor allem wegen der fehlenden Selbstkontrolle fühle ich mich da oft wie ein loser...

    habt ihr da ähnliche Probleme? und wenn, wie geht ihr dagegen vor?

    liebe Grüße, Clara
  • Perti82
    Perti82 Beiträge: 365 Member
    Ohja, das kenne ich gut.

    Ich versuch halt wenn ich einen Tag schön vergeigt habe, dafür am nächsten Tag etwas mehr darauf zu achten.
    Manchmal kann ich dem entgegen steuern indem ich zuvor schon extra sparsam unterwegs bin.
    Mein Hauptproblem ist da eher das Wochenende, im Arbeits/Trainings Alltag geht das alles relativ einfach.

    Aber eines ist (zumindest in meinem Fall) auch klar, es fällt mir viel leichter hunderte Kalorien über dem Ziel zu sein, wie darunter.
  • stopseline
    stopseline Beiträge: 49 Member
    hulba schrieb: »
    Hallo Leute,
    bin ziemlich neu hier und habe ein paar eurer Beiträge gelesen und bin beeindruckt von den Geschichten und der Disziplin die ihr teilweise an den Tag gelegt habt.
    Ich möchte eigentlich seit zwei Jahren abnehmen. und zwar gar nicht viel, eigentlich nur etwa um die 5 Kilos. ich bin momentan total im Normalgewicht und auch relativ sportlich. allerdings eben nicht so, wie ich es sein könnte und auch schon Mal war.
    ich weiß nicht warum, aber jeder Versuch abzunehmen scheitert früher oder später, als hätte ich keine Kontrolle über mich. dabei ernähre ich mich ziemlich gesund und kann mit eiserner Disziplin meine Kalorien unten halten. doch sobald ich mir eine Ausrede geben kann, wie "na wenn du eingeladen wirst" oder "heute hast du sowieso schon ein Stück Schoko gegessen# fällt das alles in sich zusammen und ich komme frühestens am nächsten Tag wieder zurück in meinen disziplinierten Zustand.
    nicht wegen meinem Gewicht, was an sich noch in Ordnung ist, sondern vor allem wegen der fehlenden Selbstkontrolle fühle ich mich da oft wie ein loser...

    habt ihr da ähnliche Probleme? und wenn, wie geht ihr dagegen vor?

    liebe Grüße, Clara



    Das hätte ich schreiben können... wie ich damit umgehe? In dem ich mich über mich selbst ärgere und mir regelmäßig vornehme, dass dies besser werden muss.

    Du siehst, du bist nicht alleine damit :-)

    LG stopseline
  • Anowja
    Anowja Beiträge: 1,150 Member
    @hulba, @stopseline

    @stopseline schieb:

    Das hätte ich schreiben können... wie ich damit umgehe? In dem ich mich über mich selbst ärgere und mir regelmäßig vornehme, dass dies besser werden muss.


    🤔🤔
    ... Und genau das ist mit der größte Fehler! Hier ist das Scheitern schon vorprogrammiert. Dadurch macht ihr euch selbst herunter, ohne dass es euch hilft.
    Versucht es mal mit mehr Selbstliebe und Selbstakzeptanz, das wirkt oft Wunder.
    Ein Kind das Radfahren lernt und herunter fällt dem würdet ihr doch auch Mut zusprechen und es positiv ermuntern, wieder aufzusteigen... anstelle es anzuschreien und auf seiner Unfähigkeit herumzureiten?
  • pekiam
    pekiam Beiträge: 67 Member
    @hulba @stopseline
    Ich denke, dass fasst jeder mal solche Phasen hat, der sein Ziel noch nicht erreicht hat. Wichtig finde ich für mich, dass diese Phasen nicht zu oft auftauchen oder als eigenständige Ausrede benutzt werden. In diese Falle bin ich selbst schon mehrfach getappt.
    Hulba, mir hat das Tracken von allen Mahlzeiten und Getränken sehr geholfen. Damit ich endlich verstehe, was mir das Abnehmen so schwer macht. Es war in meinem Fall weniger das Was als das Wieviel. Seit ich Zuhause alles abwiege und aufzeichne habe ich gute Erfolge. Überdenke auch mal deine Ernährung. Auf alles verzichten hat bei mir z. B. einen gegenteiligen Effekt. Ich teile mir das jetzt über die Woche so ein, dass ein oder zwei Extras drin sind. Dabei setzte ich gerne Mahlzeiten mit wenig Kalorien aber ausreichend Masse ein.
    Und es ist m. M. auch erlaubt, sich über sich selbst zu ärgern. Das kann ein Ansporn sein und hat in meinen Augen erstmal nichts mit fehlender Selbstliebe und Akzeptanz zu tun sondern nennt man allgemein Selbstkritik. Setz diese Selbstkritik auf gesunde Weise ein, sei ehrlich dir gegenüber und bleib dran, dann werden sich auch Erfolge zeigen.

    Ich selbst besitze keine eiserne Disziplin, aber ich bleibe konsequent dran. Damit nehme ich mir den belastende Druck und habe in 4 Monaten 12 Kilo abgenommen.

    Das packst du. Glaub an dich.
  • irmgiwa
    irmgiwa Beiträge: 323 Member
    Ich finde es gut wenn man seinen Weg einfach unbeirrt weitergeht, egal wie kurvig er ist und egal ob es mal rückwärts geht. Dann kann man sich zwar ärgern aber irgendwie ist Fehler machen doch menschlich.
    Keiner von uns hat konstant innerhalb kurzer Zeit zugenommen. Warum muss es dann schnell runter . Gut Ding braucht Weile.
  • Mistral8004
    Mistral8004 Beiträge: 8 Member
    Fenix511 schrieb: »
    Dass es glückliche Dicke gibt, würde ich nie bezweifeln, das Leben besteht aus mehr als Kalorien/ Körpergewicht. Aber glücklich über das Dicksein? Und wenn man nicht glücklich damit/ darüber ist - warum ändert man dann Jahre oder jahrzehntelang nichts? Würde mich echt freuen, wenn jemand dazu etwas sagen mag.

    Weil es eine Sucht sein kann. Gerade bei extremem Übergewicht ist es immer eine Sucht.
    Und kein dicker Mensch ändert jahrzentelang nichts. Im Gegenteil, wir probieren immer und immer wieder und landen wieder im Teufelskreis. Weil wir gelernt haben, dass Essen hilft, zwar nur kurzfristig, aber immerhin. Und das wieder zu verlernen, ist sehr, sehr schwierig. Wie bei allen Süchten.
    Es geht Dir schlecht - du hast eine Methode, das zu beheben - die Dir allerdings dann in den Rücken schiesst mit den Folgen (egal, welche Sucht).

    Bei mir war es so, dass Essen mir buchstäblich beim Überleben geholfen hat. Und das hat in der Pubertät angefangen. Zu lernen, dass ich mich unterdessen auch anders wehren kann, dass ich mich unterdessen auch anders um mich kümmern kann, ist ein sehr langer und immer noch andauernder Prozess.
    Ich falle immer mal wieder in alte Muster zurück. Aber ich kann sie schneller wieder verlassen und muss mich vor allem danach auch nicht bestrafen.

    Und so ist es mir gelungen, 20 Kilo abzunehmen (113kg auf 93kg bei 165cm) und das seit einem Jahr ziemlich gut zu halten. Ich möchte nochmals 10 Kilo - und dann bin ich wohl am Ziel (gewichtsmässig).
  • hulba
    hulba Beiträge: 15 Member
    @stopseline @anowja @pekiam

    vielen dank für eure Antworten!
    klar man darf sich auf keinen Fall wegen solchen Erlebnissen runtermachen! das hilft gar nichts. bei mir ist nur ein 'ausrutscher' immer das Argument, dass jetzt weitere auch schon egal sind. und das stimmt einfach nicht. einmal über den Hunger essen ist kein Problem, das taucht dann erst auf wenn dies zum Argument wird, es wieder richtig zu übertreiben. wenn das passiert, dann kann es schon vorkommen, dass ich mich selber ein bisschen fertig mache. Frage mich wirklich wieso ich immer wieder darauf reinfalle und im entsprechenden Moment nicht merke dass das absolut bescheuert ist... aber ich Versuche es mit Humor zu nehmen ;)

    alles tracken ist für mich auch eine gute Methode, das Bewusstsein über das was man da isst wächst unglaublich... normalerweise verliere ich die Kontrolle auch nur, wenn ich das nicht tracke. werde versuchen, da noch genauer vorzugehen.
    teilt ihr eure Tracking-Ergebnisse mit irgendwem?

    liebe Grüße, Clara
  • chargerpower08
    chargerpower08 Beiträge: 166 Member
    > @ThomasBWE schrieb:
    > Versucht auf jeden Fall Euren Blick über den Tellerrand noch etwas weiter zu heben. Kalorienkontrolle ist sicherlich ein wichtiger Schlüssel bei der Geschichte. Ohne Frage. Aber es ist, wenn man das nur am Essen alleine festmacht, zu kurz gegriffen. Eine der besten Methoden, seinen Körper vom Energiesparwunder, das er ja von Hause aus ist (und übrigens durch schlechte Diäten sogar noch verstärkter wird) zum Energieverschwender zu machen, ist, ihn mit mehr Energieverbrauchern auszustatten. Sparlampen raus und Glühlampen rein, sozusagen. Baut Muskeln auf. Da das besonders Frauen, meist aus völlig falschen Motiven (ich will ja nicht zum Kerl mutieren 🙄🙄) völlig vernachlässigen oder völlig falsch anpacken, ist hier eine Pool an Möglichkeiten oft total ungenutzt... Krafttraining führt, oh Schreck, nicht nur zu einer merklich günstigeren Energiebilanz für den beabsichtigten Fettabbau, sondern steigert Wohlbefinden, physische Leistungsfähigkeit und, nicht nur durch die sich verbessernde Optik, auch das Selbstbewusstsein... Also Mädels: Blick schärfen und mal bei fitladies.de nachlesen.. 💪🏻🙌🏻

    Genau 👍👍👍👍👍🙂